Medeindokumentation des Komitees «ProLexKoller» anlässlich der Medienkonferenz vom 24.8.2007
Hintergründe, Fakten und Zahlen
Der Beitrag wurde
am Freitag, den 24. August 2007 um 16:18 Uhr veröffentlicht
und wurde unter Lex Koller, Medienmitteilungen abgelegt.
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Am 25. August 2007 um 12:41 Uhr
Der Kameraschwenker über Verbier mit Sicht auf den Pierre Avoi im 10vor10 vom 24.8.zum Thema “Lex Koller” hat ins Schwarze getroffen. Wir kennen die Situation dieses Ortes aus nächster Nähe und am eigenen Leib.Seit Jahren werden die vielen Neubau-Luxuswohnungen hauptsächlich an Engländer, Schweden und Russen verkauft. Offiziell sind die “Käufer ” noch nicht als Besitzer eingetragen, da sind die Immobielienverkäufer erfinderisch mit genialen Tricks. Die Käufer stehen mit den Eigentumsübertragungen in der Warteschlange, denn die Bewilligungskontingente sind für die nächsten 10 Jahre bereits ausgeschöpft. Macht nichts, in dieser Wartezeit bewohnen sie während einigen Ferienwochen in fröhlicher Illegalität “ihr” Domizil. Der hässliche Teil der Geschichte ist , dass die Preise inzwischen astronomisch hoch sind mit der Folge, dass Einheimische regelrecht vertrieben werden.
Ob die Lex Koller beibehalten oder abgeschafft wird, ist einerlei. Sie besteht ohnehin nur auf dem Papier. Aber lege artis abschaffen darf man sie auf keinen Fall. lisa brack
Am 25. August 2007 um 13:54 Uhr
ich würde eine grundsätzliche Abschaffung auch nicht beführworten, sondern eine Änderung vorschlagen, bspw. eine Grunderwerbssteuer für Nicht-Inländer, was den Einheimischen einen gewissen finanziellen Vorteil gegenüber Ausländern verschafft. Damit wäre auch dem Anliegen meiner Vorrednerin Rechnung getragen.
Am 25. August 2007 um 17:27 Uhr
Sehr geehrte Frau Brack
Herzlichen Dank für hren Kommentar. Mir ist sehr klar, dass die Lex Koller umgangen werden kann und wird. Ich habe 16 Winter im Engadin (Celerina) Skischule gegeben. Daort hat es eine richtige Lex Koller- Umgeheungsindustrie. Vor allem Treuhänder treten da als Strohmänner auf. Dies geschieht auch hier in Zürich immer häufiger und betrifft neuerdings auch Mehrfamilienhäuser.
Aber es scheint, dass wir uns einig sind, dass die schlechte Durchsetzbarkeit kein Grund ist, die Lex Koller abzuschaffen. Vielmehr wäre es ein Grund, sie zu verschärfen. Ich bin daran herauszufinden, wieviele Grundbucheinträge im Kanton Zürich von Treuhändern sind. Eventuell wäre ein diesbezügliches Verbot angebracht.
Man stelle sich mal vor a) die Lex Koller fällt und b) der immobilienhandel wird nicht dem Geldwäschereigesetz unterstellt (wie das Herr Merz will im Gegensatz zu allem Emfehlungen der internationalen Organisationen). Nicht auszudenken für einen derat attraktiven Standort wie die Schweiz dies ist. Und bei der derzeitigen global ausufernden Verteilung der Einkommen und Vermögen.
Haben Sie Kontakte zu PolitikerInnen in ihrer Gegend? Vielleicht würde es sich lohnen einmal eine Anfrage zu lancieren, wieviel des Grundeigentums von Treuhändern gehalten werden.
Beste Grüsse, Jacqueline Badran